Willkommen in der Gemeinde Frankeneck
Die Gemeinde wurde im Jahr 1785 gegründet. Zunächst gehörte sie zu Leiningen-Dagsburg. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik war (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Neufrankeneck – so der damalige Name – in den Kanton Neustadt (Donnersberg) eingegliedert und unterstand der Mairie Esthal.
1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte er wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Neustadt an; aus diesem ging das Bezirksamt Neustadt hervor.
Ab 1939 war Frankeneck Bestandteil des Landkreises Neustadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Bad Dürkheim. Drei Jahre später wurde Frankeneck ein Bestandteil der ebenfalls neu entstandenen Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz).
Haltepunkt Frankeneck

1909 wurde Frankeneck durch das Kuckucksbähnel, das von Lambrecht nach Elmstein verkehrt, an das Eisenbahnnetz angebunden; der Streckenabschnitt bis zur Sattelmühle entstand bereits 1902 als reine Güterbahn. 1960 wurde der Personenverkehr eingestellt; der Güterverkehr folgte 1977. Inzwischen dient die Strecke ausschließlich als Museumsbahn. Der Haltepunkt und frühere Bahnhof Frankeneck befindet sich auf der Gemarkung von Lambrecht unweit des nordöstlichen Siedlungsrands der Ortsgemeinde. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 2 geführt. Da die Platzverhältnisse im Lambrechter Bahnhof beengt waren und dieser an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angelangt war, fungierte er jahrzehntelang ebenfalls als Güterbahnhof Lambrecht. Einige Jahre nach der Stilllegung der Nebenbahn wurde er zum Bahnhofsteil Frankeneck des Bf Lambrecht (Pfalz) umfunktioniert. Bis 2004 besaß und erneut seit 2009 besitzt die Julius Glatz GmbH ein Anschlussgleis.
Mit der regulären Eröffnung der Bahnlinie von 1909 erhielt der Bahnhof als einzige Zwischenstation entlang der Strecke ein Empfangsgebäude, das wegen der eher untergeordneten Bedeutung vergleichsweise klein war. Mitte der 1970er Jahre wurde es abgebrochen und 200 Meter entfernt unweit der örtlichen Talstraße wieder errichtet. Bereits um die Jahrtausendwende war es nicht mehr bewohnt und heruntergekommen.
Wappen

Blasonierung: „Durch eine blaue Wellendeichsel, oben rechts in Rot ein schwebendes blaues Beil mit goldenem Stiel, oben links in Rot ein schwebender blauer Forstsichelhaken mit goldenem Stiel, unten in Silber eine blaubereifte rote Bütte mit silbernem Inhalt, davor stehend ein rotes Rührsieb.
Wappenbegründung: Es wurde 1951 vom Mainzer Innenministerium genehmigt. Die Figuren erinnern an die Gründung der Gemeinde als Holzhauerdorf.
Gemeindepartnerschaften
Mit Tenbury Wells in Worcestershire, Großbritannien und Le Thuit de l’Oison (Le Thuit-Anger, Le Thuit-Signol, Le Thuit-Simer in Frankreich/Normandie werden Partnerschaften gepflegt.

Florian Seiberth
Ortsbürgermeister Gemeinde Frankeneck